Schülersprechstunde

Bei der "Schülersprechstunde" handelt es sich um eine Form des Peer Tutoring; einer Methode, bei der sich "Gleichgestellte" (Peers) gegenseitig helfen und unterstützen, also von- und miteinander lernen.

Mein Einsatzszenario: Die eine Hälfte der Klasse hatte Aufgabe Nr. 1 als Hausaufgabe; die andere Hälfte die Nr. 2 zu bearbeiten. Im Unterricht am nächsten Tag lösten dann alle Schüler einzeln die jeweils andere Aufgabe. Nachdem die ersten beiden Schülerinnen fertig waren (und ich ihre Ergebnisse überprüft hatte),

setzen sich die zwei in die letzte, freie Reihe, wo jede als Expertin für eine der beiden Aufgaben zur Unterstützung der Mitschüler zur Verfügung stand.

Die Mitschüler konnten also die Hilfe der Expertinnen in Anspruch nehmen, wobei folgende Spielregeln galten.

1. Lösung der aktuellen Aufgabe geht vor Besprechung der Hausaufgabe.

2. Die Peers dürfen bei ihrer Sprechstunde die Lösungen nicht nennen oder abschreiben lassen, sondern haben durch Fragen oder Anmerkungen die Ratsuchenden auf den Lösungsweg zu führen.

Es war eine Freude zuzusehen, wie dabei "Lernen sichtbar gemacht wurde" (Hattie). Die Hilfesuchenden "pilgerten" nach hinten, sprachen mit den Expertinnen und gingen anschließend informiert und motiviert zurück zu ihren Plätzen, um nun selbst weiterzurechnen.