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Auf Einladung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, der Bertelsmann Stiftung und der Firma Sofatutor durfte ich auf der Flipped Classroom Convention (FCC) 2017 in Berlin meinen geflippten Unterricht in den Fächern BWR und Wirtschaftsinformatik vorstellen. Gemäß dem Prinzip des Flipped Classroom (FC) "Daheim erarbeiten, dann gemeinsam diskutieren" hatten sich meine Teilnehmer in den Tagen vor dem Kongress ein Video angeschaut, in dem ich die Grundzüge meines FC vorstellte.

Voller Neugier und Erwartung fuhr ich dann am 29. Juni 2017 mit dem Zug in die Bundeshauptstadt, wo ich unpünktlich und bei sintflutartigen Regenfällen ankam (beeindruckende Videos über den Ausnahmezustand in Berlin sehen Sie hier und auch hier).

Kennen Sie das nicht auch? Sie unterhalten sich mit Freunden über Ihre Lieblingsfilme, die Sie zwei- bis dreimal gesehen haben, und zitieren die besten Sprüche aus dem Film. Haben Sie dann nicht auch zu jeder Szene die jeweiligen Bilder vor Augen?

Das können Sie sich nun auch mit den Ott-Casts als Podcasts zunutze machen...

Das Lerngebiet "Rechtsformen" war wahrscheinlich noch nie das Lieblingsthema der Schüler, weder im Wirtschafts-, noch im Sozialzweig.

Nachdem wir die Rechtsform der Aktiengesellschaft theoretisch erarbeitet hatten, gestalteten wir den Realitätsbezug sehr schülerorientiert.

In der S11a betrachteten wir dazu Unternehmen aus dem MDAX, in der S11b dessen großen Bruder, den DAX.

Jeder Schüler suchte sich eines der Unternehmen des jeweiligen Aktienindizies aus und recherchierte dazu folgende Informationen: Betriebszweck (womit verdient das Unternehmen sein Geld?), Name des Vorstandsvorsitzenden, Name des Aufsichtsratsvorsitzenden, Anzahl der ausgegebenen Aktien und die Aktionärsstruktur. Zusätzlich sollte der Aktienchart der vergangenen 10 Jahre präsentiert werden.

Die "fachpraktische Anleitung" findet für die Schüler der FOS 11 viermal im Schuljahr statt und soll ihnen Einblicke in die berufliche Praxis geben. Das geschieht, indem wir entweder Praktiker in die Schule holen, die aus ihrer betrieblichen Erfahrung heraus referieren, oder indem wir in die Betriebe gehen, um die Abläufe dort kennenzulernen.

Auf Empfehlung unserer Beratungslehrkraft haben wir uns in diesem Schuljahr u. a. mit der Zukunft unserere Schüler beschäftigt; speziell mit deren Berufs- und Studienmöglichkeiten.

Jeder Schüler wählte einen Ausbildungsberuf oder einen Studiengang aus, den er dann seinen Mitschülern präsentieren sollte.

Im Oktober 2014 belegte ich an der ALP in Dillingen meinen ersten Workshop zu Flipped Classroom bei Sebastian Schmidt von Flipped Mathe und ich war von Anfang an von der Idee dieser Unterrichtsmethode inspiriert und überzeugt, auch weil der Referent dieses Konzept so leidenschaftlich und voller Herzblut präsentierte.

"Wissensvermittlung via Youtube", das war für mich im schulischen Kontext absolut neu, obwohl ich mir seit ca. 2011 im Internet regelmäßig Webinaraufzeichnungen zum Thema Börsenhandel/Trading angeschaut und so das "Lernen über Videos" ja selbst erlebt und erfahren hatte. So kam ich dann im März 2013 auf die Idee, ein Video aufzunehmen, in dem ich den Schülern die Lösung einer BWR-Hausaufgabe erklärte. Doch den Schritt, Videos zur Erarbeitung des Lernstoffs einzusetzen, konnte ich nicht gehen, da mir Flipped Classroom noch für mehr als anderthalb Jahre unbekannt bleiben sollte - leider.

Im Gespräch mit einer Kollegin ist mir vor ein paar Tagen bewusst geworden, wie viele Programme, Websites, Apps und Methoden ich in diesen 25 Monaten kennengelernt habe, aber auch zum Teil mit größerem Zeitaufwand erlernen musste. Ohne Flipped Classroom und den regen Austausch mit anderen Flippern wäre mir all dies wahrscheinlich unbekannt geblieben.

Hier nun mein persönliches Alphabet:

Nach einem Schuljahr des recht intensiven Flippens in der Klasse BW12a wollte ich nun kurz vor den Abi-Prüfungen von den Schülern Rückmeldung erhalten, weshalb ich letzte Woche einen Fragebogen erstellte und ausfüllen ließ.

Ich unterrichtete diese Klasse in den Fächern "Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen (BWR)" und Wirtschaftsinformatik (Winfo). In BWR hatten sich die Schüler im Lauf des Jahres 25 Videos anzuschauen; in Wirtschaftsinformatik lediglich sechs.

An der Umfrage, die nicht zwischen BWR und WInfo unterschied, haben sich alle anwesenden 12 Schüler beteiligt.

Aufgrund dieser Rückmeldungen komme ich zu folgenden Schlüssen und Erkenntnissen.

Sollten Sie noch nie einen QR-Code gescannt haben, so lesen Sie mit Ihrem Smartphone doch mal den links stehenden Code ein. Dazu benötigen Sie einen QR-Code-Reader, von denen es in Ihrem App-Store einige zum kostenlosen Download gibt.

Aus dem heutigen Leben sind die QR-Codes nicht mehr wegzudenken. Man findet sie z. B. auf Produktverpackungen, in Zeitschriften, auf Plakatwänden und manchmal sogar auf T-Shirts. Diese Punkt- und Linienbilder sind die QR-Codes und sie ermöglichen eine schnelle Antwort (Quick Response), wenn Sie sich ggfs über weitere Produkteigenschaften informieren möchten.

Die Generierung eines QR-Codes ist denkbar einfach, sehr viele Webistes erstellen sie mit nur wenigen Klicks, z. B.

Marburg (Lahn) in Hessen: Die Stadt ist z. B. für ihre Hochschule, die Philipps-Universität, bekannt. Sie wurde 1527 gegründet, und derzeit sind dort ca. 25.000 Studierende eingeschrieben, was ein Viertel der Marburger Bevölkerung ausmacht. Die Institute der Universität erstrecken sich über die gesamte Innenstadt, weshalb man heute sagt: "Andere Städte haben eine Universität, Marburg ist eine.“

Wer die Märchen der Brüder Grimm mag, sollte nach Marburg kommen, denn Jacob und Wilhelm Grimm haben in dieser Stadt studiert. Ihnen zu Ehren wurde dort 2009 der "Grimm-Dich-Pfad" realisiert, auf dem bekannte Figuren aus ihren Märchen zu finden sind.

Was mich allerdings nach Marburg führte, war kein Thema aus dem 16. oder 19. Jahrhundert, sondern ein topaktuelles und zukunftsweisendes Thema: Die Konferenz "Inverted Classroom and Beyond - Lehren und Lernen im 21. Jahrhundert". Und ich hatte außerdem eine wichtige Frage zu beantworten ...

Was ist FC?

Worin unterscheidet sich FC vom Traditionellen Unterricht?

Warum Lernvideos?

Welche Vorteile haben Lernvideos gegenüber anderen Medien?

Feedback der Schüler

Was Schüler von FC halten. Hier sagen sie es.

Bildergalerie

Fotos aus den geflippten Klassenzimmern.

Sie möchten Ihren Unterricht flippen? Hier finden Sie Tipps und Anregungen. Viel Freude!

Flippen für Einsteiger

Wenn die Schüler die Inhalte über Videos lernen, was mach ich dann im Klassenzimmer?

Im Klassenzimmer

Sie möchten mehr über FC erfahren, andere Flipper finden? Hier sind Sie richtig.

Flipper/Links

Manche Lerninhalte lassen sich ganz spielerisch einüben und überprüfen.

Spiele

ARS: Schüler geben dem Lehrer Rückmeldungen. Mit diesen Systemen ist das kein Problem.

Audience Response Systeme

Die Apps, die ich bei meinem Flipped Classroom daheim oder im Unterricht nutze.

Otts Apps